Maltechniken
10 Tipps zum Malen mit im Dunkeln leuchtenden Farben
10 Tipps für das Malen mit im Dunkeln leuchtenden Farben
1. Die meisten Leuchtfarben sind nach dem Auftragen der ersten Schichten unsichtbar. Es ist ideal, den neutralen Farbton der nachleuchtenden Farbe in 2 bis 3 Schichten aufzutragen, damit sie auf einem farbigen Hintergrund nicht sichtbar ist. Gleichzeitig kann diese geschichtete Farbe den Farbton des Untergrunds annehmen. Kompliziert erklärt, aber wir zeigen es am Beispiel des Bildes unten. Bei Tageslicht ist auf dem Bild ein Blau-, Grün- und Gelbgrünton zu sehen. Nach dem Trocknen wurde eine Schicht im Dunkeln leuchtendes Acrylmedium (mit neutralem Phosphor-Ton) aufgetragen, das im Dunkeln die Farbtöne des Hintergrunds übernahm.
2. Es gilt die Regel: Je heller der Hintergrund, desto leuchtender die fluoreszierenden Farben. Zum Vergleich siehe das Bild unten: In der ersten Reihe befinden sich 2 Schichten fluoreszierender Farbe auf weißem Hintergrund und in der zweiten Reihe dieselbe Farbe auf schwarzem Untergrund.

3. Verwende weniger Farbe als gewöhnlich. Trage die Glow-in-the-Dark-Farbe in einer dünnen Schicht auf und füge bei Bedarf mehr hinzu. Diese Methode verhindert, dass die Ränder jedes Pinselstrichs sichtbar werden, und sorgt für einen gleichmäßigen Leuchteffekt.
4. Nutze UV-Licht, um die Gleichmäßigkeit der Pinselstriche zu überprüfen, solange die Farben noch feucht sind. Oder du kannst während des Malprozesses immer wieder in einen dunkleren Raum gehen :) Wenn du sichergehen willst, dass der Auftrag gleichmäßig ist, verwende ein phosphoreszierendes Spray, das sich auch ideal für größere Flächen eignet.
5. Lass dein Werk nach dem Auftragen jeder Schicht 10-15 Minuten trocknen. Wenn du eine neue Schicht auf einen noch feuchten Untergrund aufträgst, werden diese Striche im Dunkeln hervorgehoben und können störend wirken. Wenn du nicht warten möchtest, kannst du gerne einen Föhn oder eine Hobby-Heißluftpistole verwenden. Andererseits kann diese Malweise dem Bild einen mehrdimensionalen Effekt verleihen, da die Pinselstriche unterschiedliche Farbtöne aufweisen. Die Wahl liegt bei dir :)

6. Viele Künstler sind mit einer Schicht Glow-in-the-Dark-Farbe zufrieden, aber wenn du es intensiver magst, trage einfach eine oder zwei weitere Schichten auf. Wenn du Lust hast, einen nächtlichen Sternenhimmel mit fluoreszierenden Farben zu malen, verwende eine Zahnbürste und einen Zahnstocher, um dem Werk einen dreidimensionalen Effekt zu verleihen. Decke beim Spritzen den Rest des Bildes mit Papier ab, damit nichts verschmutzt wird. So kommen die Objekte optisch noch besser zur Geltung.
7. Damit dein Werk richtig strahlt, muss es unter UV-Licht oder in der Sonne „aufgeladen“ werden. Es funktioniert zwar auch unter einer normalen Lampe, aber dieser Effekt hält nur wenige Stunden an und die Leuchtkraft lässt allmählich nach.
8. Experimentiere und hab Spaß dabei! Hab keine Angst, Neues auszuprobieren. Neben fluoreszierenden Acrylfarben empfehle ich dir auch die Verwendung eines im Dunkeln leuchtenden Mediums. Du kannst damit Wunder bewirken, wenn du es in eine beliebige Acrylfarbe mischst – egal ob transparent, halbtransparent oder hell deckend.

9. Bei dunklen, deckenden Farben trage dieses Medium einfach oben auf. Es gibt tausende weitere Möglichkeiten, wo du im Dunkeln leuchtende Farben einsetzen kannst. Ob auf Keramik, Holz, Textilien, Wohndekorationen, eingegossen in Kristallharz oder sogar für selbstgemachte Angelköder. Hast du noch andere Ideen? Teile sie mit uns auf Facebook oder Instagram.
10. Als letzte Idee habe ich eine typische Sommer-Inspiration für dich. Du kannst mit fluoreszierender Konturfarbe oder fluoreszierenden Markern experimentieren und zum Beispiel Mandalas auf Steine oder Windlichter malen, die deine sommerlichen Abendtreffen verschönern werden.
Es lohnt sich, sich in phosphoreszierende Farben zu verlieben. Es ist eine Liebe mit unendlich vielen Möglichkeiten.