Maltechniken
Ihr Leitfaden für die Pouring-Art-Technik
Farbenfroh, abstrakt, originell. Um solche Kunstwerke zu schaffen, verwenden Künstler Acrylfarben, Pouring-Medium, natürlich eine Leinwand und manchmal auch Silikonöl, um effektvolle Zellen zu erzeugen. Am Ende dieses Artikels werden auch Sie wissen, wie es geht.
So wählen Sie die richtigen Farben für Ihr Pouring-Kunstwerk
Acrylfarbe eignet sich hervorragend für die Gießtechnik, da sie schnell trocknet und wunderschöne, leuchtende Farbtöne bietet. Sie können aus vielen Farben und Nuancen wählen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Solo Goya Farben gemacht und auch mit den Amsterdam Acrylfarben lässt es sich wunderbar arbeiten. Welche Farbtöne sollte man kombinieren? Wenn Sie diese Technik noch nie ausprobiert haben, erwartet Sie ein unvorhersehbares Abenteuer!
Versuchen Sie zum Beispiel eine Kombination aus Beige, Weiß und verschiedenen Blautönen. So entstehen wunderschöne Muster und das Werk erhält eine frische, sommerliche Note. Mischen Sie noch etwas Gold dazu, um ein eleganteres Ergebnis zu erzielen. Eine weitere fantastische Farbkombination ist Blau, Türkis, Weiß, ein wenig Schwarz und Magenta. Sie werden von dieser bunten Mischung begeistert sein.
Versuchen Sie für ein Projekt immer Farben derselben Marke zu wählen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
TIPP: Weitere beliebte Farbkombinationen finden Sie >> hier <<

3 Fehler, die Künstler beim Pouring oft machen
Der erste Fehler ist die falsche Wahl des Arbeitsplatzes. Wenn die Farben erst einmal gegossen sind, ist es zu spät, den Tisch abzudecken oder das Bild zu verlegen. Damit Sie nicht Ihr ganzes Wohnzimmer bespritzen, sollten Sie dort arbeiten, wo Sie nichts beschmutzen oder beschädigen können. Legen Sie Zeitungspapier oder eine andere Unterlage (Karton, Folie...) auf den Tisch. Ein weiterer Fehler ist der Verzicht auf Handschuhe. Da Acrylfarbe schnell trocknet, ist es effektiver, Handschuhe zu tragen. Wer jedoch den direkten künstlerischen Kontakt zur Farbe liebt und gerne Details mit den Fingern nachbessert, kann es natürlich auch ohne versuchen.
Der letzte kleine Fehler bei der Gießtechnik ist, nicht zu wissen, wann man aufhören muss. Der Wunsch, ein wunderschönes Werk zu schaffen, hindert uns manchmal daran, rechtzeitig aufzuhören. Kennen Sie das? Mit jedem weiteren Bild werden Sie jedoch besser darin, den richtigen Moment zu erkennen.
Unser Rat: Achten Sie auf den Kontrast im Bild. Welche Farbtöne sind entstanden, harmonieren sie miteinander? Betrachten Sie die Komposition und wie das gesamte Bild auf Sie wirkt. Stellen Sie es sich in einem Rahmen vor. Dann werden Sie mehr wissen.
TIPP: Stecken Sie Reißzwecken, die man normalerweise für Pinnwände verwendet, in die Ecken auf der Rückseite der Leinwand. Sie dienen als Füßchen, damit Sie die Leinwand nach dem Trocknen nicht von der Unterlage ablösen müssen.

Wie gießt man Farben mit der Pouring-Art-Technik?
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Am einfachsten ist es, sich einzelne saubere Becher (oder Joghurtbecher) bereitzustellen und in jeden davon Pouring-Medium zu gießen. Das flüssige Pouring-Medium der Marke Kreul hat uns noch nie enttäuscht. Geben Sie dann in jeden Becher ein wenig Farbe – einen Farbton pro Becher. Verrühren Sie alles und fügen Sie bei Bedarf etwas Wasser oder Medium hinzu. Damit die Farben schön über die Leinwand fließen, sollten Sie die richtige Konsistenz erreichen.
Eine kleine Hilfe: Sie sollte flüssiger als Honig, aber dickflüssiger als Milch sein.
Natürlich hängt die Menge des hinzugefügten Mediums vom Farbtyp ab. Als Faustregel gilt jedoch: Es wird empfohlen, Pouring-Medium und Farbe im Verhältnis 1:1 bis 1:3 zu mischen. In manchen Fällen kann mehr Medium erforderlich sein, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Mischverhältnissen und wählen Sie dasjenige, das Ihren Bedürfnissen am besten entspricht.
Sie haben nun die Farben separat angemischt. Was kommt als Nächstes? Nehmen Sie einen großen Becher und gießen Sie nacheinander den Inhalt der einzelnen Becher hinein. Gießen Sie nicht aus zu großer Höhe, damit sich die Farben nicht zu stark vermischen. Wechseln Sie die Farben nach Belieben ab. Schließlich geht es bei dieser Technik um Experimentierfreude, Entdeckung und Spaß.

1. Version: Sie sollten nun alle Farben in einem Becher haben. Nehmen Sie die Leinwand und legen Sie sie von oben auf den Becher mit den Farben. Stützen Sie die Leinwand von der Rückseite ab. Halten Sie den Becher mit der anderen Hand fest, damit er nicht von der Leinwand rutscht. Drehen Sie das Ganze vorsichtig um, sodass keine Farbe ausläuft, und setzen Sie die Leinwand behutsam auf den Tisch.
Nun kommt der schönste Teil: Heben Sie den Becher vorsichtig an und beobachten Sie, wie die Farben verlaufen und sich zu neuen Farbtönen vermischen.
Falls im Becher noch etwas Farbe übrig ist, gießen Sie diese auf die Ecken der Leinwand. Wenn Sie den Farbfluss steuern möchten, heben Sie die Leinwand mit beiden H��nden an und neigen Sie sie sanft in verschiedene Richtungen, um die Farben dorthin zu leiten, wo Sie sie haben möchten.
Lassen Sie die Farben auch über die Ränder laufen, damit keine weißen Stellen der Leinwand sichtbar bleiben. Legen Sie die Leinwand ab und lassen Sie die Farben trocknen.
2. Version: Diese unterscheidet sich von der ersten nur dadurch, dass Sie die Leinwand nicht umdrehen. Sie nehmen einfach den Becher mit den Farben und gießen ihn direkt auf die Leinwand, wo immer Sie möchten. So entscheiden Sie selbst, wie das Ergebnis aussehen soll.
TIPP: Vielleicht haben Sie schon von Silikonöl gehört. Was bewirkt es? Wenn Sie es separat in jeden Becher geben (1-3 Tropfen pro Becher, während Sie die einzelnen Farbtöne anmischen), entstehen auf der Leinwand feine Zellen. Dieser Look wird von Künstlern auf der ganzen Welt geliebt – und von uns auch.

Muss das Werk anschließend lackiert werden?
Idealerweise schützen Sie die Farben mit einem Lack – flüssig oder als Spray. Es ist jedoch kein Muss. Wir lackieren unsere Werke immer, um die wunderschönen Farbtöne hervorzuheben. Wenn Sie eine glänzende Oberfläche wünschen, wählen Sie einen glänzenden Acryllack. Wenn Sie das Gemälde schützen, aber einen matten Look erzielen möchten, wählen Sie einen matten Acryllack. Und wer sich nicht entscheiden kann, für den ist ein Acryllack mit Satineffekt wahrscheinlich die beste Wahl.
Guter Rat: Gießen Sie den Lack nicht direkt auf das Gemälde. Geben Sie etwas davon in ein separates Gefäß, nehmen Sie einen Pinsel und tragen Sie eine dünne Schicht auf. Das ist die richtige Art, Lack aufzutragen; das direkte Gießen auf das Werk kann die Farben beschädigen.
Ich bin überzeugt, dass Sie dank dieser Tipps ein wunderschönes Werk schaffen werden. Schauen Sie sich unten im Bild die gold-blaue Inspiration an.

Fassen wir zusammen. Sie benötigen:
1. Leinwand – unsere Maler schwören auf >> Profi-Malleinwand ARTMIE <<
2. Acrylfarben (lesen Sie mehr über Acryl >> hier <<)
3. Pouring-Medium – Sie haben eine große Auswahl >> hier <<
4. Silikonöl (wenn Sie Zellen erzeugen möchten) – das finden Sie >> hier <<
5. Reißzwecken
6. Handschuhe und Rührstäbchen zum Mischen der Farben
7. Lack für einen schönen Glanzeffekt (wenn Sie die Farben schützen möchten) >> hier <<
8. und eine Unterlage, damit Sie Ihre Möbel nicht beschmutzen
Fluid Art ist zwar keine ganz traditionelle Technik, aber sie eröffnet Ihnen unendliche Möglichkeiten. Sie können Ihr fertiges Pouring-Werk weiter bemalen, mit Goldfarbe bespritzen, Blattmetall verwenden und vieles mehr. Alle Materialien finden Sie ganz einfach bei uns bei ARTMIE. Ich hoffe, der Artikel über diese flüssige Kunst hat Ihnen gefallen und Sie stürzen sich voller Inspiration in Ihr eigenes Projekt!
PS: Markieren Sie uns auf Instagram und TikTok, damit wir sehen, wie Ihr Werk geworden ist.
Janka