Künstlerbedarf-Ratgeber
Wie wählt man Acrylfarben nach Viskosität aus?
Es gibt dünne Tinten und butterweiche Farben. Es stimmt nicht, dass je dicker die Farbe ist, desto besser ist sie. Es kommt immer darauf an, wofür man sie verwenden möchte. Deshalb unterscheiden wir vier grundlegende Viskositäten von Acrylfarben.
Heavy Body Acrylfarbe
*Heavy Body Farben werden zwar nicht mehr hergestellt, aber als geeigneten Ersatz mit ähnlicher Viskosität empfehlen wir die Acrylfarbe Winsor & Newton Galeria.
Heavy Body ist die dickste Konsistenz von Acrylfarbe. Sie ermöglicht es, die Form und den Pinselstrich zu halten. Sie ist die ideale Wahl für die Spachtelmalerei, lässt sich schichten und bildet unverwechselbare Strukturen. Die dicke Konsistenz der Liquitex Farbe erlaubt es dem Künstler, feste Bestandteile wie Mineralpulver oder Dekosteine in das Werk einzubauen. Sobald die Farbe getrocknet ist, behält sie ihre Form, wodurch das fertige Werk einen dreidimensionalen Effekt erhält. Diese schweren Acrylate bieten aufgrund der Dicke des Films die beste Deckkraft.
Soft Body Acryl

Die meisten Acrylfarben trocknen schnell. Das gibt dir nur eine sehr begrenzte Arbeitszeit. Soft Body Acryl wurde entwickelt, um dir ein paar zusätzliche Minuten zu geben, bevor es trocknet. Es lässt sich gut mischen, wodurch du faszinierende Übergänge erzeugen kannst. Die Farben von Lefranc & Bourgeois haben direkt aus der Tube eine cremige Konsistenz und eignen sich für flüssige, kontinuierliche Pinselarbeiten. Die Farbe hält Pinselstriche bis zu einem gewissen Grad, wenn der Pinsel ausreichend hart ist.
Flüssiges Acryl

Es wird allgemein angenommen, dass dickere Farben mehr Pigmente enthalten als dünnere. Flüssige Farben bieten jedoch die gleiche Intensität bei geringerer Viskosität. Flüssiges Acryl lässt sich gleichmäßig auftragen und eliminiert sichtbare Pinselstriche. Es ist oft transparenter. Mehrere transparente Farbschichten von Solo Goya TRITON werden verwendet, um feine Farb-, Licht- und Tonkomplexitäten darzustellen. Dies verleiht den Werken Tiefe und Realismus.
High-Flow-Acryl

Dies sind die flüssigsten Acrylfarben, die eine fast wässrige Konsistenz haben. Eine so geringe Viskosität kannst du bis zu einem gewissen Grad mit einem Pouring Medium erreichen, das du einfach der Acrylfarbe hinzufügst. Die flüssige Farbe wird verwendet, um interessante "Fluid"-Flüssigkeitseffekte zu erzeugen. Sie kann sogar mit feinen Pinselstrichen aufgetragen werden. Dadurch entdeckst du eine neue Dimension der Acrylmalerei.

Auch wenn sich jede der genannten Acrylfarben anders verhält, bilden sie nach dem Trocknen alle einen flexiblen und wasserfesten Film. Die gute Nachricht ist, dass du keine Farben mit der gleichen Viskosität wählen musst. Kombiniere sie nach Belieben und lass deiner Fantasie freien Lauf. Nun, da du ausreichend informiert bist, kannst du deine Acrylfarben voll ausschöpfen.
Ich wünsche dir viel Glück und Freude beim Experimentieren mit Acryl.
Mit freundlichen Grüßen
deine Majka.