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Maltechniken

Kombination von Reißlackpaste und Acrylfarbe: Was passiert, wenn Gold auf Weiß trifft?

Zmiešanie praskajúcej pasty s akrylovou farbou: čo sa stane, keď zlato stretne bielu?

Was passiert, wenn du Craquelé-Paste mit weißer Acrylfarbe mischst?

Die Risse bleiben, aber ihr „Muster“ ändert sich – mehr Paste = größere Flächen, mehr Weiß = feinere, dichtere Risse.

Du kennst bereits Craquelé-Paste. Aber was passiert, wenn du sie mit einer anderen Farbe mischen möchtest? Lass es uns gemeinsam ausprobieren: Wir haben goldene Craquelé-Paste mit weißer Acrylfarbe gemischt – zuerst rein 1:1 und dann mit einem größeren Anteil Paste. Unten findest du ein Foto des Ergebnisses nach dem Trocknen: Das erste Muster ist reine Paste (beachte die großen „Kontinente“), das zweite und dritte sind Mischungen mit Acrylfarbe, bei denen die Risse feiner und dichter geworden sind.

Wie ist der Test ausgefallen: reine Paste vs. 1:1 vs. mehr Paste?

Der Unterschied ist klar – die Mischung verdünnt den Glanz und die „Ausdehnung“ der Risse; ein größerer Anteil Paste erweitert sie wieder.

- Reine goldene Paste – größte, tiefe Risse und starker metallischer Schimmer.

- Mischung 1:1 (Paste : Weiß) – kleine, dichte Risse; Gold wird zu „Champagner“ abgemildert.

- Mehr Paste als Farbe – mittelgroße Risse, ausgeprägterer goldener Charakter und lesbare Struktur.

Wenn du möchtest, dass die Risse mehr „leuchten“, reibe sie nach dem Trocknen sanft mit einem dünnen braunen oder grauen „Wash“ ein – die Farbe setzt sich in die Rillen und das Relief wird betont.

Hand nimmt goldene Craquelé-Paste Pentart auf einen Spachtel – Vorbereitung zum Mischen mit Acrylfarbe

Mini-Workshop: Wie man es zu Hause mit Erfolgsgarantie wiederholt?

Bereite eine feste Unterlage vor, erstelle drei kleine Proben (rein, 1:1, mehr Paste) und trockne sie natürlich ohne Hitze.

- Untergrund – Holz/MDF/Karton mit Gesso grundieren; flexible Leinwand kann Risse mit der Zeit ablösen.

- Mischen – zuerst separate Becher vorbereiten: eine reine Paste, eine 1:1, eine mit einem größeren Anteil Paste.

- Auftragen – mit einem Spachtel gleichmäßig 3–5 mm; dickeres Auftragen = größere Rissflächen.

- Trocknen – 24–48 Stunden in Ruhe lassen; Föhn und Heißluft vermeiden, da der Effekt sonst abnimmt.

- Finale – wenn du eine Patina möchtest, erstelle einen dünnen „Wash“, wische den Überschuss mit Küchenpapier ab und lass es noch etwas trocknen.


Hand nimmt weiße Artmie Acrylfarbe auf einen Spachtel – Vorbereitung zum Mischen mit Craquelé-Paste

Wie beeinflussen Dicke und Trocknung den Craquelé-Effekt?

Eine dünnere Schicht (2–3 mm) erzeugt feine „Craquelés“, eine dickere (5–8 mm) formt skulpturale Risse – natürliche Trocknung ist der Schlüssel.

Wenn du es nicht eilig hast, arbeitet die Paste gleichmäßig und die Risse wirken organisch. Ein heißer Luftstrom „zieht“ die Oberfläche schnell an, aber die Tiefe und Breite der Risse verringern sich – und das wäre doch schade, oder?

Häufigste Fehler und schnelle Korrekturen (wenn es schiefgeht)

Zu viel Acryl, zu dünne Schicht oder flexibler Untergrund – das sind die drei Saboteure. Lösung? Weniger Farbe, mehr Paste, feste Platte.

- Es reißt nicht – die Schicht ist zu dünn oder die Mischung zu stark „eingefärbt“; dicker auftragen und den Acrylanteil reduzieren.

- Abblättern – Gesso fehlt oder der Untergrund ist flexibel; eine grundierte Platte verwenden.

- Fleckiger Lack – Pasten sind saugfähig; zuerst eine dünne Isolierschicht auftragen (glänzendes Medium/Spray), dann erst den finalen Lack.

Tipp zur Betonung: Wie man die Risse „zum Leuchten“ bringt?

Nach dem Trocknen einen dünnen „Wash“ (Umbra/Sepia/Grau) auftragen und den Überschuss sanft abwischen – die Farbe bleibt in den Rillen und die Textur erhält Tiefe.

Für einen eleganteren Look kannst du an den Rändern etwas Metallic-Wachs oder einen trockenen Pinsel mit einem helleren Ton hinzufügen – das Relief wird schön betont und die Risse treten hervor.

Interessant:

Craquelé-Paste hält am besten auf festen Untergründen (Holz, MDF, Karton). Papier kann auf eine Platte geklebt und erst dann die Paste aufgetragen werden; Leinwand nur sehr straff gespannt verwenden.

Welche Produkte haben wir verwendet und warum?

Goldene Craquelé-Paste für einen ausgeprägten Effekt, weiße Acrylfarbe zur Milderung des Glanzes und zur Farbänderung.

Pentart Metallic Crackling Paste – reißt schön und ausgeprägt, ideal für den Test „rein vs. gemischt“.

Euforia Acrylfarbe – Weiß (430 ml) – mildert den Farbton zu „Champagner“, behält aber eine lesbare Textur bei.

Erstelle drei kleine Proben genau wie wir: reine Paste, 1:1 und eine Mischung mit einem größeren Anteil Paste. Dann wähle diejenige, die am besten zu deinem Bild passt – und lass die Risse ihre Geschichte erzählen.